Hört mal
"Drei Tage wach - jetzt wirst du langsam schwach" heisst das Lied. Man denkt fast automatisch an die frühere Nachbarin, doch dann müsste das Lied "Drei Monate wach" heissen. Trotz den nach wie vor 0,0 Volt gefällt mir das vermutlich drogenverherrlichende und verpeilte Lied. Vor allem weil die Künstler Dinge singen wie "Notfallapotheke - drei Tage wach - Rotz auf der Tapete", "In der Hose Ungeziefer - drei Tage wach -Flasche leer - Feuerwehr", "Du warst gestern auch schon da - drei Tage wach!". Könnten auch Textzeilen aus dem Leben junger Eltern sein. Deshalb: Hymne! Hören!
Via Sihing Torsun
Via Sihing Torsun
jochmet - 14. Feb, 21:45


Jenseits des Lustprinzips
"Diejenigen, deren Verhalten wirklich hauptsächlich auf Lustgewinn und Unlustvermeidung ausgerichtet ist - das sind am ehestem Menschen, die vollkommen von Drogen abhängig geworden sind, oder extrem fettleibige Menschen, für die sich am Schluss wirklich fast alles ums Essen dreht-, zeigen uns, dass es eine tragische Verirrung ist, wenn das Streben nach Lust zur obersten Maxime wird. Wer hauptsächlich nach Lust strebt, wird in Unlust enden."
Ansonsten plädiere ich hier für "den mittleren Weg".
"Nach seiner (Anm.: gemein ist K.C. Berridge) "Incentive-Sensitisation-Theorie" der Drogensucht findet bei wiederholter Einnahme von Drogen wie Heroin, Kokain und Amphetamin eine neuronale Sensitisierung statt, die im Sinne eines Aufschaukelungsprozesses dazu führt, dass die motivationale Salienz von allem, was mit Drogenkonsum assoziiert ist, höher wird. Die Drogen werden schließlich unter dem Einfluss von Dopamin exzessiv und zwanghaft "wanted", unabhängig von ihrer hedonischen Qualität. An diesem Punkt angelangte Drogenabhängige verhalten sich wie eine Ratte, die ihren Hypothalamus bis zur totalen Erschöpfung zwanghaft elektrisch stimuliert, weil das dadurch ausgeschüttete Dopamin sie wie in einer Zwangsjacke in diesem engen Verhaltensbereich gefangen hält."
Es schadet nix mal drüber nachzudenken.
So, jetzt aber genug gepredigt.