Dienst ist Dienst

Mittwoch, 13. Februar 2008

Outing

Nach einem halben Jahr lang brüten, nachdenken, hadern,planen und abwägen hat es sich herauskristallisiert. Der Herr Verfasser verabschiedet sich nun von seinen kritischen psychoanalytisch-anthroposophischen Neigungen aus der Studentenzeit und wird Verhaltenstherapeut, operant-kognitiv versteht sich. So richtig mit langjähriger Ausbildung und so. Statt Freud, Marx und Steiner wird jetzt Pawlow durchdekliniert, auch wenn das auf eine "ahistorischen Gegenstandsverkennung" (zit. Holzkamp nach M.T.) hinausläuft.
Einige engere Freunde wissen schliesslich von meinem lange vorhandenen Selbstverständnis als Ingenieur und deshalb ist dieser Schritt naheliegend. Ein Problem eingrenzen, schauen wie es aufrechterhalten wird, ein passendes Werkzeug beschaffen und den Nutzer in seinem Gebrauch unterweisen. Feierabend und Tschüß.
Nur die jüngeren Mitglieder der Familie werden sich wundern, wenn der Vater -eigentlich pädagogischer Taoist- mit der "Skinner-Box" aus dem Bastelkeller rauskommt:

skinner_baby
Hintergründe: skinner-is-too-big-for-a-box-but-his-daughter-wasnt

Samstag, 19. Mai 2007

Skurril

Zur Zeit gibt es vage Sondierungen, so nebenbei ins Psychoheilerbussiness einzusteigen. Seriös solls sein im Sinne von gesellschaftlich anerkannt, aber auch wissenschaftlich ausreichend gesichert. Und integrativ für spirituelle Ansätze (Buddha, Marx, Rudi oder so). Da bleibt nicht viel sollte man meinen. Dachte ich irrtümlich. Den Vogel hat ein Denker abgeschossen und das begründet, was niemand gedacht hat das es geht und das überhaupt jemand ansatzweise daran denkt: Transpersonale-Verhaltenstherapie.
Chapeau Missiö!

Sonntag, 13. Mai 2007

Update

Eine Zeit des Schweigens geht vorüber. In solchen Fällen liegt ein Update nahe:
- Das Babyschwimmen hat dem Baby den Rest gegeben. Schluss damit! Erst wurde es von den Hebammen zweckfrei untergegluckert, für Unterwasserfotos, die komplett misslungen sind. Die Entschlossenheit des Vaters trotzte dem penetranten Beharren der Fachkräfte auf weiteren Zwangstauchungen. Dann haben die doofen Eltern verpeilt, den Brummer nach dem Chlorbad zu duschen -> Hautausschlag. Seuchenbock.
- Muss keine japanische Unterwäsche mehr tragen. War zum Glück nur ein Übergangsritual. Bin seit März wieder "back to the roots" im Fighting bussiness. Aaaaanstrengend, herausfordernd, psycho und HOT! War schön nach langer Zeit wieder da zu sein und die neue Motivation zu spüren.
- Dann versuche ich mich als Buchhalter einer waschechten Wohnhaus GmbH. Erstes Fazit für einen "Embryonalmathematiker": Da musste kerngesund sein! Zum Glück wird der Herr Verfasser durch alte Füchse eingewiesen, so das sich etwaige cholerische Anfälle reduzieren mögen.
Morgen gehts erstmal Mini-Golfen. :)

Sonntag, 22. April 2007

Du weisst, dass dich deine Arbeit beeinflusst...

...wenn du Gespräche mit den Worten beginnst: "Ich bin ja kein Anthroposoph, AAABER..."

Donnerstag, 5. April 2007

Fortbildungsinformation

Das I.P.S. bietet eine wichtige Fortbildung an zu brennenden Fragen unserer Zeit an. Pflichtprogramm. Ich zitiere:

Querulatorische Persönlichkeiten beanspruchen enorme personelle Ressourcen in der Bearbeitung ihrer Anfragen und Beschwerden. Psychologisches Hintergrundwissen, wie solche Personen „ticken“, ist deswegen enorm hilfreich für die Praxis. Denn ein vertieftes Verständnis ihrer Art zu denken hilft, angemessene Strategien für den Umgang mit diesen Menschen zu entwickeln. Anhand von Fallbeispielen wird der Umgang mit Querulanten auf individueller und auf organisatorischer Ebene erarbeitet und geübt. Als weitere Gruppe treten Wahnerkrankte, vor allem solche mit paranoiden Störungen auf, die ihr Gegenüber in langwierige Gespräche und Diskussionen verstricken. Die Fähigkeit, die Sichtweise des Wahns nachvollziehen zu können, kombiniert mit der Kenntnis konkreter Verhaltensstrategien, kann auch hier einen besseren, ressourcenschonenden Umgang bewirken.
(aus: www.institut-psychologie-sicherheit.de)

Ein Schuft, wer Böses dabei denkt!

Dienstag, 13. März 2007

Systemisch fachsimpeln

Plane die Anschaffung eines Buches: "einfach systemisch". Wie sich erraten läßt, geht es dort um den "systemischen Ansatz". Eine aus der Familientherapie entwickelte lustige effektive Angelegenheit, die sich im psychosozialen Feld wachsender Beliebtheit erfreuen soll.
Da der Schinken erst Ende März auf den Markt kommt kann ich mich vorher schon mal hier bei der Gebildeten Leserschaft informieren.
Also: Kennt sich jemand hier damit aus?

Montag, 19. Februar 2007

Lebbe gehd weida

Die unbeabsichtigte Blogpause ist offiziell beendet. Ebenso der Molochausflug von diesem Wochenende. Nach "long time no see" konnten etliche alte KameradInnen besucht werden, und das ohne Kind und Kegel (Hintergrund: Ein Deal nach diplomatischen Verhandlungen mit der Lady). Das wirds jetzt alle 6-8 Wochen geben.

Vorbei ist auch der Gegenständer-Vortrag. Kurzgesagt: Der Referent Professor Freerk Huisken hat überzeugt. Mit 40 treten Le-f und ich ein.
Nur die Debatte im Anschluss verlief irritierend (nicht nur wegen meinem enorm lauten Schluckauf). Es ging um Amokläufe an Schulen. Das inspirierte einen Zuhörer dem Referenten penetrant vorzuwerfen , er könne die weltweiten Vergewaltigungen von Frauen nicht ausreichend erklären und würde sie somit nicht ernst nehmen. Um es klarzustellen: Freerk Huisken hat sich immerhin DAGEGEN ausgesprochen.

Zukunftspläne: Alle Staffeln "24" im Urlaub gucken und mich vom Pizzamann ernähren.

Montag, 27. November 2006

Timothey Leary ist wieder im Knast!

Unglaublich!Dieser Mann ist wieder hinter Gittern. Dank dem vorbildlichen Mut eines SM²ILE-Verbindungsoffizieres befindet er sich in einer hier nichtgenannten deutschen Justizvollzugsanstalt, genauergesagt hängt der Gute im Büro des dortigen kriminalpsychologischen Dienstes. Und zwar in Form dieses Posters:

PF2071

Gute Arbeit.

Montag, 13. November 2006

Schweres Adieu

Weniger lustig-tragische Geschichten. Keinen Mercedes mehr. Keine Supervision mehr bei der Psychoanalytikerin mit dem Leopardenmantel. Insider erkennen: Der Herr 'Verfasser hat den letzten Nachtdienst im Psychowohnheim über die Bühne gebracht.
Hat den BewohnerInnen Chips und Cola spendiert und ist dafür mit einem "Tschüß Klaus" verabschiedet worden. %-)

Mittwoch, 8. November 2006

Arbeitsplätze

Während gewisse Philosophen wild über einen vermeintlichen Antagonismus von Lustprinzip und Lohnarbeit spekulieren, klingelt hier praxisnah das Telefon. Ein früherer Sangha-Bruder, seit einem Jahr nicht mehr gesehen. :"Brauchst du einen 400euro-Job?". Witzig. So einen suche ich gerade. Leider nicht in einer ländlichen Korkenzieher-Manufaktur. Er betonte den spirituellen Wert. Hohes Samu-Potential, zweifelsohne. Falls sich jemand berufen fühlt, teile er/sie/es sich mit. Provisionsfrei.

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